Pressemitteilung: S-Bahn-München: Verheerende Fehlentscheidung der CSU-Staatsregierung!

Vertragsverlängerung bis 2030 bei der S-Bahn München: Verheerende Fehlentscheidung der CSU-Staatsregierung!

Die DB AG soll nach dem Willen der CSU-Staatsregierung die Münchner S-Bahn bis 2030 weiter betreiben.

Dr. Markus Büchler, Bezirksvorsitzender Oberbayern: „Das ist eine Watschn ins Gesicht aller Fahrgäste der S-Bahn München. Die Bahn kassiert seit Jahren hohe Millionenbeträge im Münchner S-Bahn-Netz und zeichnet sich gleichzeitig durch eine vernichtende Leistung aus: Verspätungen, Störungen, Chaos häufen sich zunehmend. Die Bahn braucht keine Geschenke, sondern massiven Druck, endlich bessere Leistungen zustande zu bringen!
Eine große Chance wäre eine Ausschreibung des Verkehrsvertrages, da dieser Ende nächsten Jahres ausläuft. Diese Chance gibt die CSU aus der Hand. Für Fahrgäste bedeutet dies, dass der völlig inakzeptable Status Quo auf Jahre festgezurrt wird.
Der Bahn nun den Weiterbetrieb zu schenken ist eine katastrophale Fehlentscheidung für den Großraum München des Verkehrsministers Hermann, der es sich im Dienstwagen bequem machen kann, während die Fahrgäste im Regen stehen. Hintergrund ist vermutlich, dass die Staatsregierung trotz teuerer Gutachten fachlich nicht in der Lage war, einen vernünftigen Ausschreibungstext zu erarbeiten. Ich fordere Verkehrsminister Hermann auf, diese Fehlentscheidung umgehend zu korrigieren und für bessere Standards im S-Bahn-System zu sorgen.

Die Debatte um die 2. Stammstrecke ist kein Grund für eine Verschiebung der Ausschreibung sondern eine faule Ausrede. Selbstverständlich könnte eine Ausschreibung so erfolgen, dass alle Varianten und Eventualitäten abgedeckt sind. Offenbar sieht sich das Verkehrsministerium für einen etwas komplexeren Vorgang nicht in der Lage.
Die täglich 800.000 Fahrgäste warten auf bessere, pünktlichere Züge mit Fahrgastinfo-Displays im Zug, Fahrradmitnahmemöglichkeiten, SEV-Standards, längere und mehr Züge. Darum muss sich der Verkehrsminister kümmern und nicht sich vor der Materie der Ausschreibung davonstehlen.“

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